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Mittwoch, 7. Februar 2018

DR 650SE / SP46 und die Anlasser - Rutschkupplung

Die DR 650SE KANN mal Schwäche zeigen: Das Anlassergetriebe wurde zeitweise von Suzuki -sagen wir mal ... etwas sparsam bestückt.

Die Rutschkupplung nach dem Anlasser, welche bei zu hohen Drehmomenten im Anlassergetriebe nachgibt, wurde einfach weggelassen und durch ein simples Zahnrad ersetzt.



Die Folge: Bei ungünstigen Kombinationen von Kolbenstellung und Anlassversuch, öfter aber auch bei schlecht eingestellten Ventilspiel und/oder Vergaser schlägt´s beim Anlassen mit Gewalt auf das Anlassergetriebe und den Anlasserfreilauf ein.

Schäden sind dabei nicht auszuschließen, besonders wenn dieser Umstand regelmäßig auftritt.
Hier siehst Du schon, ohne Fachmann zu sein: Ein sauber eingestellter Motor bringt schon mal 80% Sicherheit. Willst Du GANZ sicher sein, so musst Du das simple Zahnrad gegen den Freilauf wechseln: Die Kosten dafür liegen bei ca. 200 Euro für den Freilauf und 500 Euro für den Anlasser - ohne Arbeitsaufwand. Der hält sich allerdings in ein Grenzen - Öl ablassen, Limadeckel auf , Anlasser und Freilauf wechseln und alles wieder zusammenschrauben.

WICHTIG
Wenn Du NUR den Anlasserfreilauf wechselst, ohne den Anlasser zu tauschen, so greift die Anlasserwelle nicht komplett in die Rutschkupplung ein. Das System funktioniert- zunächst und auch nicht richtig...

Bleibt noch die Frage: Wer ist betroffen?

Der Modelltyp SP46B wurde ab dem Modell T/V und dann wieder ab dem X Modell (ab FIN JS1SP46A000503729) mit einer Anlasser-Rutschkupplung ausgeliefert.
W/X Modelle hatten keine Anlasser-Rutschkupplung. Ein Umbau ist recht kostenintensiv, da auch der Anlasser getauscht werden muss (andere Verzahnung).

Also:

W/X-Modelle bis FIN JS1SP46A000503729 ohne Rutschkupplung

ab X-Modell (FIN JS1SP46A000503729) mit Rutschkupplung



Mittwoch, 17. Januar 2018

Winterreifen/ M+S / Anderungender StVZO ab 2018 für Motorräder

WICHTIGE ÄNDERUNG StVZO ab 2018 für Motorräder



Ja, die unsinnige Winterreifenpflicht für Motorräder wurde aufgehoben.

Jedoch hat die Neuerung wieder einmal nur den Fokus auf die Mehrspurfraktion.

Man kann jetzt lamentieren und die Schuld beim Gesetzgeber suchen, ABER, einige Reifenhersteller haben es schlicht versäumt, in den jahrelangen Diskussionen zur Reform der Winterreifenpflicht, die Interessen der Zweiradkollegen auch mit einzubringen.

Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und der §36 StVZO wurde überarbeitet.

Die aktuellen internen Versuche der Verbände, hier noch etwas zu verändern, oder gar abenteuerliche Interpertationen der neuen Regelung zu konstruieren, hilft dem Motorradfahrer jetzt wenig.

Was war, bzw. ist passiert?

Wir erläutern jetzt nicht das Thema Winterreifen-Pflicht, sondern was ändert sich für die Motorrad-Fahrer grundsätzlich.

Die Zweirad-Reifenhersteller nutzten über Jahrzehnte eine Gesetzeslücke, die der Gesetzgeber nun (ob richtig oder falsch) geschlossen hat.

Aufgrund ihres grobstolligen Profils können Off-Road-Reifen (Bsp. Conti TKC80, Heidenau Scout, Metzeler Karoo, Michelin Anakee Wild uva.) nur eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit schadlos überstehen.

Damit der Kunde diese Reifen trotzdem nutzen konnte, prägten die Reifenhersteller ein M&S-Symbol auf die Seitenwand und nutzten eine alte Winterreifenregelung (§36 StVZO alt).
Dieser § erlaubte, Reifen die eine M&S-Eignung haben, auch auf Fahrzeugen zu montieren, die eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit aufweisen. (Allen bekannt vom PKW...Aufbringen eines M&S-Geschwindigkeitsaufklebers am Tacho erforderlich)

Da diese M&S-Eignung lediglich auf Zugwerten eines uraten Uniroyal basierte und von einem groben Profil sprach, fummelten die Motorrad-Reifenhersteller einfach dieses M&S Zeichen auf die Seitenwand und flux konnte jeder Grobstöller auch auf leistungsstarken-schnellen Fahrzeugen gefahren werden.

Das ist ab dem 01.01.2018 vorbei!!!!

§36 StVZO  neu, erlaubt dies in Zukunft nur noch, wenn der Reifen seine Wintereigenschaften durch das genormte Schneeflockensymbol nachweist.

§36 StVZO NEU

Na kein Problem, denkt nur der Kunde, sollen die doch dann einfach die Schneeflocke einprägen (der türkische Reifenbauer Anlas hat das doch schmerzfrei auch gemacht).

Weit gefeht!!
Wie alles, ist auch die Schneeflocke in der EU genormt, eine Prüfung für Einspurfahrzeuge ist hier nicht vorgesehen.

Das bedeutet nun im Klartext:

Reifen mit der alten M&S-Kennung dürfen auf Motorrädern, deren Höchstgeschwindigkeit höher als der Speedindex des Reifen ist, ab dem 01.01.2018 nur genutzt werden, wenn sie vor dem 31.12.2017 produziert wurden, also DOT 2017 besitzen.
Diese Reifen können dann noch bis 2024 abgefahren werden.

Reifen mit DOT 2018 und jünger, müssen ab dem 01.01.2018 mindestens den gleichen Speedindex aufweisen, wie der Speedindex, der in den Fahrzeugpapieren vermerkt ist.

Bsp. Yamaha XT 1200 Z Super Tenere

110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2017 und früher...kann genutzt werden bis 2024
110/80B19 59T (M&S) Heidenau K60 Scout aus DOT 2018 und jünger...darf nicht mehr genutzt werden.

Ganz lustig wird es für die BMW-GSler oder RnineTler.
In den Fahrzeugpapieren (NUR ECE-Papieren) hat BMW Reifen mit M&S-Kennung eingetragen...jedoch NUR dort.

Nutzt jetzt ein GS-ler diese Reifen oder bestellt gar eine 2018 GS mit dieser Bereifung ab Werk, ist aktuell fraglich, wie er den Kontrollorganen (TÜV oder Polizei) klarmachen will, ob er das denn darf. Denn nach der StVZO darf er es ab 2018 (mit Reifen ab 2018) eben nicht mehr!!!!!

Unsere Anfrage bei diversen Innenministerien der Bundesländer ergab....no comment..

Es bleibt in diesen Fällen also abzuwarten, wie es der Gesetzgeber nun schafft, den §36 neu in 2018 umzusetzen und ob nun ECE-Genehmigungen nationales Recht (StVZO) ausser Kraft setzen. (in Italien haben die nationalen Gesetze zur Sommerreifen-Pflicht, es getan).

Heidenau und Continental haben uns versichert, in 2017 ausreichend Reifen zu produzieren, um in 2018 genügend Reifen aus DOT 2017 für ihre Kunden zur Verfügung stellen zu können.

Quelle: moppedreifen.de

Und ein Update dazu!
Natürlich gibts immer eine "Hintertür" ...
Für alle Fahrzeuge mit EG-Typgenehmigung erlaubt die EU die Verwendung von Reifen mit geringerem Speedindex. Und dann ist es egal, was in der StVZO steht.

Das oben geschilderte Problem betrifft also nur Motorräder  OHNE EU- Betriebserlaubnis, wie alle "alten" Reiseenduros der 80er und frühen 90er Jahre (einfach Zulassung prüfen).

Wenn diese Bikes mit Vmax 160km/h oder geringer angegeben sind (wie die DR 650 z.B.) sind zumindest R-Reifen (bis 170 km/h) ohnehin kein Problem.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Tipps zum Flachschiebervergaser!!!

Ein Flachschiebervergaser an der DR ....

DAS Teil solltet Ihr mal fahren!
Doch zu Beginn ein bisschen Polemik...
Immer wieder stellt sich (an mich) die Frage: Macht so ein Flachschieber Sinn? Wozu brauche ich das?
Nun ja - darauf gibt´s ne klare Antwort: Wozu brauche ich ein Motorrad im Zeitalter des ZweitPKW in fast jeder Familie? Genauso sinnfrei ist die Frage warum ein Vergasersatz beinahe den Fahrzeugwert verdoppelt.

Das Teil ist KEIN Ersatz für kaputtgeschraubte originale Vergaser, es ist NICHT die billigste Reparaturlösung.

Ein Flachschieber ist einfach ein Spaßbeschleuniger für drehmomentgeile Einzylinderfans!
Die DR KOMMT fast wie ne KTM ...was für ein Unterschied zum Original! 

LIEFERUMFANG
Dieser Vergaserkit,  bestehend aus 1 Stück TM 40 Vergaser mit Beschleunigerpumpe, wird anbaufertig und nach genauer Absprache passend aufgebaut für Auspuff und Filter der jeweiligen DR geliefert.
Im Lieferumfang sind außerdem noch Hauptdüsen enthalten, die bei Veränderung von Luftfilterkasten / Auspuff eine einfache und schnelle Anpassung des Gemischs ermöglichen.

EMPFEHLENSWERTES ZUBEHÖR
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1.) DOMINO KURZHUBGASGRIFF FÜR FLACHSCHIEBER UND AUCH ORIGINALE VERGASER
Gasgriff mit extra kurzen Drehwinkel, zusammen mit dem Gaszug für Flachschieber ausgezeichnet für die Flachschiebervergaser geeignet
Produkt 210 - Domino KurzhubGasgriff für Flachschieber + orig. Vergaser

2.) HRT GASZUG FÜR FLACHSCHIEBER
Gaszug für DOMINO Gasgriff in Verbindung mit Flachschiebervergaser für alle Nippelselberlötenhasser :-)
Sonderanfertigung und modellspezifisch!
Produkt 211 - HRT Gaszug für Flachschieber


TECHNIK/ WICHTIG
Ganz tolle Tuningspezis haben es immer wieder drauf, mit Leistungskennlinien zu glänzen und versprechen PS ohne Ende. Natürlich KANN ein Flachschieber mehr Leistung generieren, aber dazu gehören z.b. auch (unsere) Nocke, Kopfbearbeitung, spezial Luftfilterkasten, Doppelrohrschalldämpfer...
Dann hat z.B. meine RallyeBIG 70PS.

Und wer sich nicht das komplette Programm "antun" will? Der freut sich über den wichtigeren Aspekt - das supergeile Ansprechverhalten :-)

Oft gefragt: Der Benzinverbrauch steigt nicht - so lange nicht deutlich mehr Leistung abgefordert wird, wird auch nicht mehr gebraucht. 
Ein Beispiel:
Im Rallye-Einsatz auf Schotterpisten mit viel Vollgas benötige ich mit meiner RallyeBIG nie mehr als 7,5l/ 100km. Suzuki gibt zum Vergleich einen Normverbrauch von 7l an, den ich ebenfalls immer benötigt habe.

Übrigens:
Wir verkaufen hier aus gutem Grund KEINE TM43 oder ähnliche, größere Flachschieber für die DR 600/ 650:
Große Vergaserquerschnitte haben einen Leistungszuwachs erst bei (sehr) hohen Drehzahlen zu Folge. 
Was soll ich damit an einer DR?

TECHNIK TIPPS / EINBAU TIPPS - LESEN!
Die TM Flachschieber sind wirklich Klasse für (D)eine DR - aber sie wurden ursprünglich nicht dafür gebaut.
Die Bedüsung ist natürlich perfekt auf deine DR abgestimmt.
Mechanisch passen wir sie mit speziellen Adapterringen an die DR- Ansaugstutzen an.
Allerdings lässt es sich nicht verhindern, daß die Flachschieber eine WENIG länger sind als die BST40 Serienvergaser. 
Das bedeutet: ein wenig Geduld beim Einbau!

Wenn Du folgende Tipps befolgst, sollte der Einbau kein Problem sein:
1. Serienvergaser ausbauen, Luftfilterkasten und Batteriekasten dazu lösen und nach hinten schieben.
Öffne dazu auch beide Spannschellen -1x des Motorseitigen Ansaugstutzen, 1x der filterseitigen Ansaugstutzen komplett.
Drehe dazu die Spannschrauben ganz heraus und biege die Schelle vorsichtig und ohne Knicke so weit auf, das sie ohne Gewalt seitlich abzuziehen ist. Das verhindert, das Du die Schellen bei der Demontage/ Montage verbiegst.

2. TM Flachschieber auf den Motorseitigen Ansaugstutzen schieben und die Spannschelle wie von Suzuki vorgegeben positionieren und festziehen. Dazu schiebst Du die vordere Schelle wieder seitlich auf den Ansaugstutzen biegst sie vorsichtig zusammen und spannst sie mit der Schraube fest.
Nun sitzt der TM in korrekter Position zum Motor/seitigen Stutzen.

3. Lufilterkasten montieren. Lege dazu die hintere Spannschelle bereits um den Ansaugstutzen BEVOR Du diesen zusammen mit dem Filterkasten nach vorn über den Vergaser schiebst. Im unteren Teil ist es am TM Vergaser sehr eng für die Schelle, Du musst diese mit etwas Geduld zusammen mit dem Ansauggummi in den vorhandenen Spalt "fummeln" - geht wirklich ;-)
Wenn der Stutzen und die Schelle perfekt am Vergaser sitzen, spanne die Schelle fest!
Erst jetzt schiebe den Luftfilterkasten so weit vor, dass er wieder festgeschraubt werden kann. Dafür muss der Ansaugstutzen am Filterkasten etwas mehr zusammengedrückt werden (der TM ist ja minimal länger). Erwärmen des Stutzens mit einem Fön macht die Sache sehr viel leichter...

4. Drin - und anschließen:
Bei einem Unterdruck Benzinhahn kannst Du den kleinen schwarzen Gummistopfen (nach oben zeigend) entfernen und dort einen Unterdruckanschluß anschließen - auch z.B. für einen Scottolier !
Wo das Benzin "reinkommt" solltest Du sehen :-)
Gaszüge - passen nicht immer und nicht alle "Plug an Play". Hier gibts zwei Lösungen: Entweder die beiliegenden Nippel benutzen oder gleich unseren Gaszug und Gasgriff für den Flachschieber.

Nun aber auf zur Probefahrt! 

ZULASSUNG
keine 

Mittwoch, 22. März 2017

Ist Fett gleich Fett? - Die Sache mit der Schmiere...

Winterzeit ist Servicezeit, auch die DR muss mal wieder gewartet werden. Also schnell auch das Hebelsystem zerlegt, es soll ja gründlich sein. uuups- Fettbox leer!?
Und damit beginnt die Geschichte, wie ich ein Wochende lang Webseiten "gewälzt" habe mit Fett-Herstellerempfehlungen und Motorrad -Herstellerempfehlungen...

Klar ist:
Jedes Fett hat unterschiedliche Eigenschaften, wie jede Schmierstelle unterschiedliche Anforderungen hat.
Ein Steckachse soll leicht "reinrutschen", Radlager sollen sich leicht drehen, Lenkkopf und Hebelsystem - Lager sollen Stöße und Schläge bei wenig Bewegung gut aushalten.

Und überall hilft NUR das RICHTIGE Fett.

Suzuki selbst ist da mal wieder richtig pragmatisch:
SUZUKI SUPER GREASE "A"
lautet die Empfehlung bei fast allen Schmierstellen.
Das "Zeuch" bietet SUZUKI in 150g Dosen an
Es ist ein Mehrzweckfett mit Hochdruckeigenschaften und Wasserresistenz,
arbeitet im Temeperaturbereich von -25 bis 180 Celsius
Wer es bestellen möchte:
Teilenummer 99000-25030



Würde ich ehrlich gesagt so nicht machen.... Nein, nicht wegen dem Preis. Sondern weil es einfach bessere Sachen zum gleichen Preis zu haben gibt.

Wenn mal mal über den (Marken) Tellerrand schaut, so stellt man fest das z.B. Ducati 6 verschiedene Fette benutzt!



Das muss für die Heimwerkstatt sicher nicht sein, aber Unterscheiden ist wichtig! Und ich habe mich beim "Fettstudium mal an der Ducati Liste orientiert, um mich im Schmierdschungel nicht zu verlaufen".

Mein Fazit:
Eine gute "DR-Werkstatt" sollte 3 Fette benutzen:

1. Lenkkopflager, Schwingenlager und Hebelsystem
meine Empfehlung Shell Gadus S2 V220AD 2
warum das ?... lies mal den Text im Produktblatt :-)

Dieses Fett liefern wir derzeit auf Anfrage im DR BIG SHOP.

2. Achsen, Hebel, Gelenke von Seitenständer etc. Radlager 
meine Empfehlung - meine "Hausmarke" Putoline:

PUTOLINE WHITE ACTION GREASE + PTFE

White Action Grease + PTFE ist ein hochwertiges, orangefarbenes/weißes Lithiumkomplexfett. Das Produkt besitzt einen hohen PTFE-Anteil für optimale Schmierung und niedrige Reibung. 

Dieses universelle Lithiumkomplexfett eignet sich insbesondere zur Abdichtung zwischen Action-Filter und Luftfiltergehäuse von Off-Road-Motorrädern. White Action Grease + PTFE bietet sich auch zur Schmierung der Radlager, Lenkkopf- und Schwingenlager von Gelände- und Straßenmotorrädern, Quads, Scootern, Gokarts und Schneemobilen an.


Infos und kaufen HIER:

http://www.dr-big-shop.de/1367.html


3. Für Bremszangen und andere "heißen" Teile 
...nehme ich dann doch nochmal eine andere Spezialtube - klar auch Hausmarke:

PUTOLINE CERAMIC GREASE

Ceramic Grease ist eine hochwertige Montagepaste und ein wirkungsvolles Hochtemperatur-Schmiermittel zugleich - ohne Metallpartikel. Seine exklusive Formulierung verleiht ihm folgende Eigenschaften:
Sehr breiter Temperaturbereich (Spitzentemperatur von ca. 1500 °C)
Hochdruckfestigkeit
Vermindert effektiv die Reibung zwischen sich bewegenden Teilen.
Wirkungsvoller Korrosionsschutz
Ausgezeichneter Schutz vor elektrolytischer Korrosion (Korrosion am weniger edlen Metall bei Kontakt zwischen Metallen) Ceramic Grease eignet sich speziell für:
Montage/Demontage:
ABS-Bauteile
Bremsbauteile
Zündkerzen
Lambdasonden
Auspuffteile
Schraubverbindungen
Verbindungen verschiedener Metalle (z. B. Stahl/Aluminium)

Komponenten, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Infos und kaufen HIER:
http://www.dr-big-shop.de/1368.html


Na dann ran! Fett weg? Nö! - vor Saisonbeginn frisch einfetten!! :-)



Montag, 23. Januar 2017

LED Blinker - geht denn das so einfach?

Unendliche Geschichten und Anfragen ranken sich um das Thema Umbau auf LED Blinker.
Kabelbäume werden umgelötet und riesige Vorwiderstände verbaut.



Zeit, dazu kurz und schmerzlos eine einfache Lösung aufzuzeigen :-)


Die Regeln:

1. LED Blinker benötigen weniger Leistung, gut fürs Bordnetz, dumm für den lastabhängigen originalen Blinkgeber.
Nutze die Möglichkeiten um dein Bordnetz zu entlasten! Keine riesigen 20 Watt Widerstände vor die LED Blinker!!
Nimm ein LED Blinkrelais. Wir haben im BIG SHOP z.B. ein universales Blinkrelais, das spricht ab 1W an - und schon "blinkern" deine LED´s korrekt. Dieses Relais hat 3 Anschlüsse für die "alten" DR Modelle mit Masseanschluß. Bei den neueren DR´s mit nur 2 Anschlüssen bleibt der Masseanschluß vom Blinkrelais einfach frei - das kann es auch!

2. Originale Blinkkontrolle nutzen! Dummerweise funktionieren mit nur LED Blinkleuchten die originalen Blinkerkontrollen im Cockpit nicht. Der elektrische Trick, sich die Masse vom "toten" Glühfaden zu klauen, ist bei LED´s einfach nicht möglich.
Bevor Du nun den Kabelbaum zerschnippelst - STOP! Wir bauen vorn zwei klitzekleine ;-) Vorwiederstände rein! Die "fressen" kaum Energie, bieten aber einen Massezugang für die Unglückliche Kontrollampe. Die ist das wieder froh - und macht Ihren Job !

3. So, nun los...paar schicke LED Blinker dran und mit den 40 gesparten Watts kannst du schon fast deine Heizgriffe betreiben :-)

PS. wir


hätten das was...


BIG SHOP LED BLINKER







Dienstag, 6. Dezember 2016

Bordwerkzeug!?!

Wenn man das originale DR  Bordwerkzeug anschaut, dann versteht man das Fragezeichen in der Überschrift... :-)
Andererseits finde ich die Mitnahme von 3 Nußkästen und halben Werkzeugwagen auch ziemlich unpassend...
Was soll ein Bordwerkzeug können?
Es soll eine Reperatur unterwegs mit Bordmitteln erlauben!

Damit setzt jeder andere Grenzen beim Bordwerkzeug.
Für den einen Hobbyschrauber reicht ein Schraubendreher, für mehr ruft er den ADAC.
Mein Freund Aynchel könnte dagegen auch eine Motorüberholung auf der Wiese durchführen- weil er es kann und weil er sooo viel Werkzeug dabei hat!

Hier ist ein Ansatz für die "goldene Mitte":
Realisiert werden sollte
- Radausbau inclusive Reifenreparatur
- Kettenreparatur
- ggf. Sturzschäden bei Rallyes richten
- dazu auch Gabel, Lenker, Armaturen locken und festziehen und Verkleidungen reparieren
- Elektrikprobleme beheben

Dazu haben wir folgende minimale Ausrüstung zusammengestellt.

RallyeBIG
WASTOOLFÜR
KerzenschlüsselOEM SUZUKI KerzenschlüsselSW18 - lang / oben SW17
Kerzenbox mit Kerze KerzenboxZündkerze DPR9 EA-9/ SW18
Steckachsenschlüssel vornHAZET Ring gerade SW14/15Steckachsenmutter SW14
Steckachsenschlüssel hintenKTM MultischlüsselSteckachsenmutter SW27
Ratschenschlüssel 1/4"Stecknuss 1/4"SW6
Stecknuss 1/4"SW7
Stecknuss 1/4"SW8
Stecknuss 1/4"SW10
Stecknuss 1/4"SW12
Stecknuss 1/4"Bithalter
Stecknuss 1/4"Bit ISK4
Stecknuss 1/4"Bit ISK5
Stecknuss 1/4"Bit ISK6
Stecknuss 1/4"Bit ISK8
Verlängerung 130mmfür Ratschenschlüssel 1/4"
Inbusschlüssel 90°ISK3
Kombizange
Schlitz/KreuzschlitzMultischraubendreher SUZUKIPH2 Kreuz / Schlitz
Kettentrennermit SW14für 520 Kette
Nadelfeilenfür Kettentrennung
2x Clipschloß VX2
2x Innenglied VX2
Hekenschlüssel kleinLKL
Elektrodraht0,75 mm
Gummihandschuhe
Kabelbinder, diverse
Ringschlüssel HAZET Kurz/geradeSW8/ SW9
SW10/ SW11
SW12/ SW13
SW14/ SW15
SW17/ SW19
Maulschlüssel HAZET Kurz/geradeSW6/ SW7
SW8/ SW9
SW10/ SW11
Sicherungen / Ersatzje 2x Standard FlachsicherungenMAIN 15A / NAV 5A
Klebeband
Leatherman/ Taschenmesser
Feuerzeug
Kaltmetall
Benzinschlauch 6mmmit T-Stück und Verbinder
Sensorleitung (bei Rallyes)
Verbandspäckchen
TempoTaschentücher
Brillenglas klar (bei Nachtfahrten)oder Ersatzbrille
Crosshandschuheals Ersatz bei Dreck+Schlamm
Engergyriegel
Camelbag
Regenhose
Zulassung / Card Map mit PA, FS; Mastercard etc/ Bargeld
Smartphone in Schutzhülle, bei längeren Touren mit Powerbank und Iphone Ladekabel

Die Probe, der zusammengestellte Werkzeugumfang ausreicht, ist so einfach wie logisch:
Einfach die oben genannten Arbeiten (natürlich zuhause, um ggf. Teile zu ergänzen/tauschen) mit dem Bordwerkzeug auch mal ...machen! :-)

Mittwoch, 9. März 2016

Viel Lärm um nichts? Neue Geräuschvorschrift für Motorräder

Die Gegner von Fluglärm haben in den letzten Jahren an vielen Orten große mediale Aufmerksamkeit erfahren und so beispielsweise einige Nachtflugverbote durchgesetzt. Viele Bewohner ländlicher Gebiete haben im Frühjahr und Sommer aber mit einer ganz anderen Lärmquelle zu kämpfen: Motorradfahrern, die das gute Wetter nutzen, um ihre Maschine auf landschaftlich reizvollen Strecken voll auszufahren. Zwar hat der Gesetzgeber hier eigentlich eine klare Grenze gesetzt. Laut einer EU-Richtlinie dürfen die Fahrgeräusche einen Wert von 80 dB(A) nicht überschreiten. Bisher allerdings konnten die Hersteller diese Vorgaben mit einigen legalen Tricks umgehen. Seit dem Jahresanfang soll damit nun aber Schluss sein. 



Besseres Testverfahren sorgt für leisere Motorräder
Seitdem nämlich ist die EU-Verordnung UNECE-R 41.04 für alle neu zugelassenen Motorräder verpflichtend. Diese schreibt einen Höchstwert zwischen 73 und 77 dB(A) vor - und verlangt zudem erstmals, dass diese Werte auch während verschiedener Fahrzustände eingehalten werden. Bisher hingegen war das Testverfahren standardisiert und es wurde stets bei der selben Geschwindigkeit und Motorenleistung gemessen. Die Hersteller konnten also dafür sorgen, dass die Maschine genau in diesem Testbereich besonders lärmarm war - beispielsweise durch die Aktivierung von Schalldämpfern. Im Prinzip funktionierte die Schummelei also so ähnlich wie bei VW und den Abgaswerten - nur dass sie völlig legal war. Dies ändert sich nun aber: Software zur Erkennung der neuen Testzyklen ist nun explizit verboten.

Bis die Anwohner von kurvenreichen Landstraßen von dieser Neuerung allerdings tatsächlich profitieren, dürfte noch einiges an Zeit vergehen. Denn die neuen Regelungen gelten nur für Maschinen die nach dem 01. Januar 2016 typgeprüft werden. Für alle alten Motorräder gilt hingegen ein Bestandsschutz. Diese werden nicht erneut getestet und müssen auch nicht nachgerüstet werden. Hinzu kommt, dass auch die besten Tests das Fahrverhalten nicht mit einbeziehen können. Denn beim Fahrer liegen ebenfalls erhebliche Einsparpotentiale, was den Lärm betrifft: Experten gehen davon aus, dass der Unterschied zwischen einer rücksichtsvollen und einer extrem aggressiven Fahrweise rund zwanzig Dezibel beträgt. So schützen manche Fahrer ihr Gehör zwar mit geräuscharmen 
Motorradhelmen, sorgen durch ihren Fahrstil jedoch für jede Menge unnötigen Lärm.


Auch die neue Richtlinie bietet Schlupflöcher
Zudem bietet auch die neue Richtlinie Möglichkeiten, den Lautstärke-Höchstwert zu umgehen. So können technisch einigermaßen begabte Fahrer einfach dämpfende Elemente aus dem Auspuff entfernen. Wer sich diese Arbeit nicht machen möchte, kann zudem auch auf einen Auspuff als Ersatzteil zurückgreifen und diesen an seiner Maschine anbringen. Dort gibt es dann beispielsweise auch Exemplare, bei denen sich die Stärke der Lärmdämpfung manuell steuern lässt. Der Vorteil der Ersatzauspuffe: Für diese gilt die EU-Verordnung UNECE 92.01, die erst im Jahr 2020 verpflichtend in Kraft tritt. Die Hersteller müssen also auch erst dann die neuen Lärmvorschriften umsetzen. Für die Soundliebhaber unter den Motorradfahrern ist dies eine gute Nachricht, viele Anwohner von beliebten Motorradstrecken dürften davon aber weniger erfreut sein.

Hinzu kommt eine weitere Problematik: Durch die Vorschriften des EU-Binnenmarktes muss jedes Motorrad und jeder Ersatzauspuff nur in einem EU-Land typgeprüft werden. Theoretisch ist dies eine sinnvolle Regelung, die den Unternehmen Bürokratiekosten und den Prüforganisationen doppelte Arbeit erspart. In der Praxis führt dies aber zu einem Problem: Nicht alle Testlabors sind technisch auf dem Stand der deutschen Prüforganisationen. Nachträgliche Tests haben dabei bereits gezeigt, dass im Ausland zertifizierte Maschinen die Grenzwerte in Wahrheit nicht einhielten. Sollte sich diese Tatsache langfristig nicht beheben lassen, könnte dies zu einem ungewollten Ausweicheffekt führen - die Hersteller würden ihre möglicherweise zu lauten Maschinen dann nur noch in Ländern testen lassen, die für eine eher lasche Prüfpraxis bekannt sind. Ob die neue Verordnung also tatsächlich für weniger Motorradlärm auf der Straße führt, bleibt zunächst noch abzuwarten.




Vielen Dank für diesen Beitrag an Anne-Katrin Meyer